Duales Studium in Zahlen

Neue Publikation zu Studiengängen im Handwerk

Auszubildende

Berlin. Ein duales Studium, das eine Ausbildung integriert, ist als Alternative zu einer rein akademischen Ausbildung sowohl für Arbeitgeber und Ausbilder als auch für ausbildungsinteressierte leistungsstarke Jugendliche ein attraktives Qualifizierungsangebot. Im Handwerk gibt es vielfältige Möglichkeiten und Angebote für dieses Bildungsformat. Mit der Publikation „Duales Studium in Zahlen –  Sonderauswertung im Handwerk“ liegt erstmals ein bundesweiter Überblick über Zahlen und Strukturen zum dualen Studium im Handwerk vor. Die Publikation ist ein Produkt einer gemeinsamen Untersuchung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB).

Duale Studiengänge als hybride Bildungsangebote sind im Handwerk zu einem wichtigen Baustein geworden, um mehr Nachwuchs für das Handwerk zu gewinnen. „In Dualen Studiengängen werden die jeweiligen Vorteile von beruflicher und aka¬demischer Bildung miteinander kombiniert. Sie sind innovative Bildungsangebote im Rahmen der Fachkräftesicherung und ermöglichen die Gestaltung in¬dividueller Bildungsbiografien. Ergänzend zur beruflichen Fortbildung können duale Studiengänge im Rahmen der Höheren Berufsbildung ein Bestandteil chancenreicher Bildungs- und Karrierewege im Handwerk sein. Jugendlichen mit Abitur bieten sie die Möglichkeit, sich auf zukünftige Führungsaufgaben im Handwerk vorzubereiten“, so ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.  

Auch BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser lobt das Qualifizierungsangebot für leistungsstarke Jugendliche: „Die Berufsbildung steht vor der Herausforderung, ihre Attraktivität für Studienberechtigte nicht nur zu erhalten, sondern zu verbessern. Dazu müssen entsprechende Ausbildungs-, Fortbildungs- und Karriere¬möglichkeiten geboten werden. Duale Studiengänge stellen dazu ein geeignetes Instrument dar. Sie bieten ein attraktives und innovatives Qualifizierungsangebot, in dem wissenschaftliches und berufliches Lernen miteinander verknüpft werden.“

Die Publikation identifiziert 157 ausbildungsintegrierende duale Studiengänge mit Handwerksbezug: Davon sind 21 „nur“ für Handwerksberufe und 136 sowohl für Handwerks- als auch für weitere Berufe. Die Angebote wurden einer tiefer -gehenden Betrachtung unterzogen. Die gewonnenen Ergebnisse liefern wertvolle Anhaltspunkte für Bildungsakteure des Handwerks und für alle, die eigene duale Studiengänge gestalten möchten. Strukturelle Informationen bilden den Rahmen, ausgewählte praktische Umsetzungsbeispiele runden das Bild ab und laden zur Vernetzung ein.